Festspiele Erl: Bernd Loebe übernimmt nach Ende der Ära Kuhn

Xl_img_1359 Neuer künstlerischer Leiter tritt sein Amt im September 2019 an, Kuhn hat nach Vorwürfen sexueller Übergriffe nun alle Funktionen zurückgelegt Wien/Erl (APA) - Die Ära Gustav Kuhn bei den Festspielen Erl ist zu Ende: Der umstrittene Impresario und Gründer des Tiroler Festivals hat nach Bekanntwerden von Vorwürfen sexueller Übergriffe nun alle seine Funktionen zurückgelegt. Mit dem 1. September 2019 folgt ihm als Künstlerischer Leiter der deutsche Opernintendant Bernd Loebe nach, der das Festival parallel zur Oper Frankfurt leiten wird. Der 65-Jährige, der heute, Mittwoch, von Festspielpräsident Hans-Peter Haselsteiner bei einem Pressetermin in Wien präsentiert wurde, gab bereits einige Eckdaten seiner Pläne bekannt: Ab 2021 soll es über vier Jahre einen neuen "Ring des Nibelungen" geben - die Wagner-Tetralogie wird die Sängerin und Regisseurin Brigitte Fassbaender inszenieren. 2020 ist ein neuer "Lohengrin" geplant, der um eine Produktion von Engelbert Humperdincks "Die Königskinder" ergänzt werden soll. Es sei nun wichtig, "alle Gedanken zu fokussieren auf die Zukunft", so Loebe. "Ein Festival, dass tagtäglich mit schlechten Nachrichten in der Zeitung steht, muss damit rechnen, dass Publikum abwandert", räumte er gleich zu Beginn ein. Man müsse davon ausgehen, dass dieses schlechte Image "dauerhaften Schaden" anrichten werde. | Drucken

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